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Die Betriebsübernahme des Mode- und Textilhauses HEKA in Friedrichshafen müsste eigentlich in jedem Lehrbuch über Selbstständigkeit stehen:
Stefan Zimmer, der Inhaber in spe, beauftragte dafür eine Unternehmensberatung, die mit ihm ein Existenzgründungskonzept inklusive Rentabilitäts-, Liquiditäts- und Zukunftsplanung erarbeitete. Zusammen mit der Besitzerfamilie stellte er dieses Konzept dann verschiedenen Banken vor. „Die Südwestbank zeigte sich dabei als professioneller Partner für die Zukunft “, sagt Stefan Zimmer. In Zusammenarbeit mit der Bürgschaftsbank konnte die vorbildlich vorbereitete Übernahme anschließend zügig geregelt werden.
Bereits 1951 ist das Geschäft gegründet worden. Herren- und Damenwäsche, Strümpfe, Haushaltstextilien, Gardinen und Bettwäsche gehörten von Anfang an zum Sortiment. Als die Besitzerfamilie im Frühjahr 2004 einen Nachfolger suchte, nutzten Stefan und Margot Zimmer diese Chance: „Mein persönliches Ziel war die Selbstständigkeit“, erzählt der 41-Jährige, „und dies ist mir mit dem HEKA Kaufhaus gelungen, weil es ein gesundes Unternehmen ist“. In einer exzellenten Lage direkt an der Fußgängerzone bietet das älteste Kaufhaus der Stadt am Bodensee auf rund 400 Quadratmeter Verkaufsfläche mittlerweile auch sportliche Herrenkonfektion und Oberbekleidung für Damen an.
„Bewährtes erhalten, Neues entwickeln“, lautet die Philosophie des zum 01. März 2004 eingestiegenen Chefs. Vom Handel versteht der gelernte Kaufmann eine Menge; er war zuvor Geschäftsführer von zwei Garten-Centern in der Nähe von Bochum und betreute dort den weltweiten Einkauf, den Vertrieb, das Marketing und rund 100 Mitarbeiter. Weil der Einzelhandel momentan eine schwierige Phase durchmacht, ist Stefan Zimmer überzeugt: „Man darf nie die Hände in den Schoß legen, sondern muss die Arbeit viel mehr mit Schwung, Flexibilität und einer positiven Einstellung anpacken.“ Atmosphäre, Ausstattung und Angebot seines Unternehmens stehen deshalb stets auf dem Prüfstand und werden schnell dem Trend angepasst. Die Einrichtung seines Geschäfts ist beispielsweise immer wieder modernisiert worden, die Qualität der Ware wurde konstant verfeinert.
Dieses Engagement lohnt sich, wie eine Kundenbefragung eines Marktforschungsinstituts bewiesen hat:
Das Mode- und Textilhaus HEKA und seine 18 Mitarbeiterinnen wurde unter den 14 Bekleidungsgeschäften von Friedrichshafen im Jahr 2004 und 2007 auf den ersten Platz gewählt, weil Beratung, Freundlichkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen.
„Darin liegt unser Vorteil gegenüber den großen Konkurrenten“, erklärt Stefan Zimmer, dessen Unternehmen das beste Beispiel dafür ist, dass der mittelständische Einzelhandel erfolgreich arbeiten kann.